Da der Schutz des Hausrats über die Eltern mit dem Auszug in die erste eigene Wohnung wegfällt, kann die Hausratversicherung schon für junge Leute wichtig sein. Nun muss der Nachwuchs selbst für den richtigen Versicherungsschutz sorgen. Nur einmal nicht aufgepasst und eine umgefallene Kerze kann schon zum Totalschaden führen. Vor allem, wenn man sein Sparbuch für die neue Einrichtung bis zum letzten Cent geplündert hat. Dass die Neuanschaffung der Verluste nach einem Schaden nicht einfach aus der Portokasse bezahlt werden kann, zeigt, dass eine gute Hausratversicherung bereits für junge Menschen wichtig sein kann.

Was sich bei einer Scheidung ändert

Eine Scheidung verändert den zukünftigen Lebensweg beider Partner. Der Versicherungsschutz in der Hausratversicherung führt nach einer Trennung oder Scheidung immer wieder zu Missverständnissen. Für diesen Fall hat der Gesetzgeber jedoch einfache Regelungen geschaffen: Der Versicherungsnehmer behält bei Auszug aus einer gemeinsamen Wohnung immer den bestehenden Vertrag. Auf Wunsch des Versicherungsnehmers ist es jedoch möglich, den Vertrag auf den getrennten Lebenspartner umschreiben zu lassen. Zieht der Versicherungsnehmer aus der gemeinsamen Wohnung aus, gilt als neuer Versicherungsort die neue Wohnung des Versicherungsnehmers. Bis der Versicherungsschutz geändert wird, ist jedoch auch die bisherige Wohnung über den Versicherungsvertrag mitversichert. Wird diese Änderung nicht vorgenommen, erlischt der Versicherungsschutz der alten Wohnung spätestens nach Ablauf von drei Monaten nach dem nächsten Fälligkeitstermin. Dann ist lediglich noch die neue Wohnung des Versicherungsnehmers versichert. Wichtig: Wer umzieht, sollte immer auf die notwendige Versicherungssumme achten. Wenn sich die Wohnfläche nämlich vergrößert, kann unter Umständen ein vereinbarter Unterversicherungsverzicht entfallen. In diesem Fall sollte die Versicherungssumme erhöht werden. Verringert sich die Wohnfläche, ist es sinnvoll, die Versicherungssumme entsprechend herabzusetzen.

Elementarschäden: Schützen Sie Ihren Hausrat vor Naturgewalten

Städte, die sich in Seenlandschaften verwandeln: Die Bilder von der letzten Flutkatastrophe sind noch in schlechter Erinnerung. Vor allem Bewohner in Erdgeschoss- und Souterrainwohnungen unterschätzen oft, wie gefährlich Überschwemmungen sind. Vorsorge gegen die finanziellen Folgen von Naturkatastrophen bietet die sogenannte erweiterte Elementarschadenversicherung. Sie ist bei vielen Versicherern als Ergänzung zur Hausratversicherung zu haben. Die ergänzende Elementarschadenversicherung bietet Schutz bei:

  • Überschwemmung (nicht Sturmflut oder Grundwasser!),
  • Erdbeben,
  • Erdsenkung,
  • Erdrutsch,
  • Schneedruck und Lawinen

Die erweiterte Elementarschadenversicherung wird allerdings nicht für jedes Gebäude angeboten. So können sich z.B. einige Anwohner vom Hochwasser gefährdeten Gebieten nicht versichern, da die Wahrscheinlichkeit eines Schadens zu hoch ist. Wie teuer die Prämie für den Zusatzschutz ist, hängt einerseits von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft, aber auch von der Wohnlage ab. In vom Hochwasser gefährdeten Gebieten sind die Prämien höher.