Der globale Devisenmarkt hat derzeit ein Handelsvolumen von vier Billionen US-Dollar pro Tag. Der meiste Handel findet in den großen Währungspaaren statt. Banken, Hedgefonds und Unternehmen sind die großen Akteure am Markt und nutzen den Devisenhandel für die Absicherung von Risiken, aber auch für die Spekulation. Wie groß der Anteil von Spekulationsgeschäften ist, kann leider nicht gesagt werden, da es hierfür keine Statistiken gibt. Das meiste Handelsvolumen wird außerbörslich abgewickelt, da die Terminbörsen im Gegensatz zu den Rohstoffen bei den Devisen nur eine kleine Rolle spielen.

Warum hängen Rohstoffe und Währungen zusammen?

Aufgrund der Korrelation, also des Zusammenhangs zwischen zwei Werten sind die Rohstoffpreise eng mit den Währungen verknüpft. Man kann dies gut anhand von EUR/USD und Gold beobachten. Oftmals steigt der Goldpreis an, wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar ebenfalls zulegen kann. Dies liegt daran, dass Gold primär in US-Dollar gehandelt wird und ein schwacher US-Dollar zu günstigen Kaufpreisen führt.

Muss ich als Einkäufer auch alle Währungen beobachten?

Nein. Dafür gibt es den Fachinformationsdienst „Stahl- & Metallpreise aktuell”, der Sie wöchentlich über alle wichtigen Entwicklungen auf den Märkten informiert. Wichtig für einen Einkäufer ist jedoch die Währung, in der er seine Aufträge abwickelt. Wenn dies der Euro ist, dann gibt es keine Währungsrisiken. Kauft man jedoch in US-Dollar, was bei vielen Rohstoffen der Fall ist, sollte man zumindest diese Währung beobachten. Ein schwacher Dollar gegenüber dem Euro kann zu billigeren Einkaufspreisen führen.
Gerade heute, wo die Kurse an den Börsen immer stärker schwanken, entstehen durch den Kauf einer schwachen Währung sehr gute Möglichkeiten, den Einkaufspreis zu drücken. Dies wirkt sich direkt auf die Gewinnmarge Ihres Unternehmens aus!