Kaum hatte die Europäische Zentralbank den Leitzins auf historische 1,5% gesenkt, da startete ein wahrer Run auf die Börsen, wie der aktuelle Höhenflug des DAX deutlich zeigt. Vor allem Kleinanleger fürchten um ihr Geld, das sie eigentlich als Altersvorsorge anlegen wollten, sehen aber bei so niedrigen Zinsen keinen Sinn mehr darin, ihr Erspartes auf ein Fest- oder Tagesgeldkonto und auf ein Sparbuch zu legen. Sie suchen ihr Glück an der Börse und versuchen sich als Broker. Aber nicht alle suchen ihr Glück auf dem Börsenparkett, viele Sparer sind immer noch misstrauisch, wenn es um den Kauf und den Verkauf von Aktien und Wertpapieren geht, und das, obwohl Aktien als sichere Sachwerte gelten.

Die Angst vor der Börse

Börsen, so hat es sich im Kopf der meisten Menschen eingenistet, Börsen sind etwas für Leute mit viel Geld und noch mehr Sachverstand, aber auch für Glücksritter und Spekulanten, die zu viel Geld haben. Börsen sind gefährliche Orte, an denen man viel Geld verlieren kann, vor allem dann, wenn man keine Ahnung von diesem Geschäft hat. Das war vielleicht einmal so, aber im Zeitalter des Internets hat sich die Situation verändert, denn dank des weltweiten Netzes können heute auch Kleinanleger an der Börse Geld verdienen. Im Gegensatz zu Immobilien, die zahlreiche Nachteile aufweisen, ist das Geschäft an der Börse sicher, vorausgesetzt der Anleger befasst sich mit der Materie und informiert sich gut. Obwohl es einfach und sicher ist, an der Börse zu handeln, zögern viele diesen Weg zu gehen. In anderen Ländern, wie zum Beispiel in den USA, haben die Menschen weniger Scheu, ihr Geld in Aktien anzulegen, doch die Deutschen seien “unverbesserliche Angsthasen”, so der Börsen-Profi Dirk Müller.

Erst vergleichen, dann handeln

Wer sich als privater Anleger für Aktien entscheidet, der muss auch ein Depot haben und das gibt es leider nicht kostenlos, sondern es kostet Gebühren, das Aktiendepot wird praktisch angemietet. Doch nicht jede Bank bietet ein Depot zu den gleichen Konditionen an, Anleger sollten deshalb immer die Kosten der Aktiendepots vergleichen, um Geld zu sparen. Jede Bank ist immer auch eine Depotbank, aber es gibt deutliche Unterschiede bei den Handelsgebühren. Wer viel handelt, der sollte sich eine Bank suchen, die niedrige Orderkosten anbietet, denn diese Kosten schwanken zwischen vier Euro bis zu fast 13,- Euro pro Order. Das Gleiche gilt auch für die Limitkosten, die sich jede Bank unterschiedlich hoch bezahlen lässt. Wer zu viel an Gebühren bezahlt, der schmälert die Rendite und das sollte nicht Sinn der Sache sein, daher sollten Anleger die Kosten verschiedener Aktiendepots vergleichen und sich erst dann entscheiden.