Gold gilt gemeinhin als sichere Geldanlage – auch in Krisenzeiten. Doch warum hat Gold einen stabilen Wert und lohnt sich diese Anlage wirklich für jeden? Wir klären auf über die wichtigsten Fragen rund um Gold.

Da ist zunächst die Sicherheit von Gold. Diese ist per se als gegeben anzunehmen. Ob man seine Produkte des täglichen Bedarfs nun in Euro, Mark oder Lira bezahlt, dieses Geld kann jederzeit entwertet werden, indem immer mehr Geld auf den Markt gebracht wird. Man denke dabei nur an die Hyperinflation in Deutschland, die bis in die 1920er Jahre anhielt. Damals kostete ein Liter Milch 1.440 Reichsmark – per 09.06.1923. Am 02.12.1923 kostete der Liter Milch bereits 360 Milliarden Reichsmark. Das Geld war also nichts mehr wert. Wer mit Gold zahlen konnte, musste dagegen an beiden Tagen gleich viel Gold für den Liter Milch hinlegen.

Gold ist ein Edelmetall, das als natürliche Ressource nur begrenzt vorkommt. Eine beliebige Erhöhung der Goldvorräte ist nicht möglich, sodass das Edelmetall nicht entwertet werden kann. In Zeiten politischer Krisen und Co., wie sie derzeit zum Beispiel in der Ukraine, im Gazastreifen oder im Irak herrschen, gilt Gold als wertstabil.

Wie viel Gold sollte ich kaufen?

In Anbetracht der aktuellen Krisenherde sowie der hohen Nachfrage nach Gold, nicht nur von Anlegerseiten, sondern auch aus der Industrie, ist es ratsam, wenn Sie Geld in Gold und Edelmetallen anlegen, um dem Verfall Ihres Vermögens entgegen zu wirken. Allerdings sollten Sie dabei nur gewisse Mengen an Gold einkaufen. Grund dafür: Setzen Sie nur auf das Edelmetall, so besteht die Gefahr, dass Ihr Vermögen sinkt, wenn der Goldpreis einmal abrutscht. In einem gut durchmischten Portfolio sollten maximal zehn bis 20 Prozent Edelmetalle enthalten sein. Das übrige Vermögen lässt sich auf Wertpapiere, Renten, Anleihen und kurzfristige Termingelder verteilen.

Durch diese Mischung können Sie einerseits den Wert Ihres Vermögens erhalten und andererseits trotzdem liquide bleiben, also auf Teile Ihres Geldes jederzeit Zugriff haben.

Vor- und Nachteile von Gold als Geldanlage

Entscheiden Sie sich für Gold als Geldanlage, sollten Sie auch die Vor- und Nachteile kennen, die wir hier erläutern. Die wichtigsten Vorteile bestehen in der Wertstabilität und der Möglichkeit, das eigene Vermögen durch steigende Goldpreise zu erhöhen. Außerdem kann physisches Gold (Barren, Münzen usw.) verkauft werden, ohne dass Sie Steuern auf die Erlöse zahlen müssen. Einzige Voraussetzung: Sie müssen das Gold bereits seit mindestens zwölf Monaten besitzen.

Nachteile von Gold gibt es aber ebenfalls. So erhalten Sie bei dieser Form der Geldanlage keine Zinszahlungen. Sie profitieren erst beim Verkauf von Gold zu einem höheren Kurs. Außerdem müssen Sie bei physischem Gold teils hohe Aufschläge (Spreads) zahlen. Um hier einen Gewinn zu erzielen, muss der Kurs so weit ansteigen, dass der Aufschlag bereits wieder drin ist.