Nachdem nun schon die Lebensmittelpreise für Getreide gestiegen sind, müssen Verbraucher auch mit Preisanstiegen für Milch und Milchprodukte rechnen. Mit verantwortlich dafür sind zahlreiche Dürren. So leiden Teile der USA unter der schlimmsten Dürre seit 50 Jahren. Von hier kommen ein Viertel des weltweiten Weizenexports sowie mehr als die Hälfte an Maisexporten. Die verminderten Ernten, die bereits für Preisanstiege im Sommer verantwortlich waren, treiben nun auch den Milch Preis in die  Höhe.

lebensmittelpreiseDer größte Kostenfaktor bei der Milchproduktion ist das Futter. Und die drastisch erhöhten Preise für Soja, Mais und Weizen treiben die Futterkosten in schwindelnde Höhen. Die Folge: zahlreiche Kleinbauern sind gezwungen, ihre Milchwirtschaft aufzugeben, Milchvieh wird zwangsläufig geschlachtet. Darüber hinaus sinkt die Produktionsleistung der einzelnen Tiere, was auf die veränderten Witterungsverhältnisse und verändertes Futter zurückzuführen ist.

Angebot und Nachfrage

Während die Produktion und damit das Angebot sinken, wird andererseits die Nachfrage immer größer. Vor allem in China wächst der Bedarf, hier gibt es den größten Markt für Babyfertignahrung weltweit. Und da Angebot und Nachfrage nun einmal den Preis bestimmen, müssen Verbraucher sich auf steigende Lebensmittelpreise in Deutschland einstellen. Während noch bis Mitte des Jahres die Preise im Abwärtstrend begriffen waren, ist der Milchpreis aktuell am Steigen, da Molkereien höhere Kosten und Preise an den Einzelhandel weitergeben. Laut Bundesverband der deutschen Milchviehhalter hat es bereits erste Abkommen zwischen Molkereien und Handelskonzernen gegeben. Und so könnte ab November der Liter Milch aus dem Supermarktregal bis zu zehn Cent mehr kosten. Wer seine Lebenshaltungskosten auf halbwegs gleichbleibendem Niveau halten möchte, dem bleibt also kaum etwas anderes übrig, als auf günstige Lebensmittel auszuweichen oder den Konsum von teuren Milchprodukten einzuschränken. Da ist es ja nur gut, dass  inzwischen zahlreiche Studien nachweisen, dass der Milchkonsum gar nicht so gesund ist, wie immer behauptet wurde.


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