Wer die Zeit während des Ruhestandes wirklich genießen möchte, der sollte daran denken, die staatliche doch recht karge gesetzliche Rente durch ein privates Element zu ergänzen. Nur diese Kombination ermöglicht es, während des Ruhestands auch an der Wertschöpfung der privaten Unternehmen und der Volkswirtschaft zu partizipieren.

Aufgrund der Langfristigkeit des Investments ist dabei die Rendite der Geldanlage von erheblicher Bedeutung. Der Zins- und Zinseszinseffekt kann umso schneller zur Vervielfachung des Vermögens beitragen, je schneller er genutzt wird. Bei einem Investment in Aktien dient sowohl der Substanz- bzw. Kursgewinn der Aktien als auch die Dividende als Altersvorsorge. Dabei gibt es einige Grundsätze, die dafür sorgen, dass Aktien ein gutes Investmentvehikel für die Geldanlage sein können.

Langfristige Werte statt schnellem Kursgewinn

Viele Pensionsfonds und institutionelle Anleger setzen ähnlich wie Sie auf Aktien für die private Altersvorsorge. Dabei folgen sie einem sehr interessanten, bedenkenswerten Grundsatz: Sie investieren in Unternehmen, die langfristig Werte schaffen. Dies können die großen Aktiengesellschaften im Bereich Bergbau, Konsumgüter, Pharma oder auch im Bankwesen sein. Die Investmentmanager achten dabei auf eine stetige Aufwärtsentwicklung anstatt eines kurzfristigen, schnellen Hypes. Sie vermeiden also alle Investitionen, die nur einen kurzfristigen Trend bedienen könnten. Wer an die Kursrücksetzer der Aktien der New Economy Anfang des Jahrtausends denkt, der hat eine ziemlich genaue Vorstellung von Werthaltigkeit und langfristiger Orientierung. Am Anfang stehen also die Diversifizierung der Geldanlage in verschiedene Aktien und ein guter, das Risiko vermeidender Branchenmix.

Wie die Altersvorsorge in Aktien für Privatleute funktioniert

Je nachdem, wie viel Zeit der Anleger in die Geldanlage stecken möchte, kann er unterschiedliche Lösungen wählen. Meistens bewährt sich die Risikostreuung in einen langfristig orientierten Aktienfonds mit sehr guten Bewertungen oder Ratings. Achten Sie dabei immer auf die bisherige Performance und Wertentwicklung und sehen Sie sich den letzten Jahresbericht genau an. Diesem Bericht können Sie entnehmen, welche Aktien oder Wertpapiere der Fonds hat, und sich auch selbst einen Überblick verschaffen. Zusätzlich sollten Sie gerade bei einem langfristig orientierten Investment auch an die jährlichen Kosten oder die Gesamtkosten denken. Diese werden im Fondsprospekt und beim Beratungsgespräch angegeben oder werden auf der Homepage des Direktbrokers ausgewiesen.
Nach dem Investment in diesen Fonds können Sie sich also freuen, dass Sie an dem Wertzuwachs der Aktien teilhaben, ohne sich um viel kümmern zu müssen. Wer sich selbst aktiv an den Märkten engagieren möchte, der könnte zusätzlich zum Aktienfonds noch ein, zwei Aktien selbst aussuchen und ins Depot aufnehmen und über die Jahre beobachten.