Immobilien sind lukrative Geldanlagen. Sobald es um den Kauf oder die Veräußerung von Wohnungen und Häusern geht, ist eine Immobilienbewertung unerlässlich. Folgende Tipps erleichtern das Ermitteln des Immobilienwertes.

Wer eine Immobilie als Geldanlage kaufen oder verkaufen möchte, sollte sich gut über deren Marktwert informieren. Schließlich möchten Interessenten nicht zu viel zahlen und Immobilienverkäufer nicht unter Wert verkaufen. Für die Wertermittlung einer Immobilie gibt es verschiedene erfolgversprechende Ansätze.

Immobilienwerte online errechnen

Eine einfache Möglichkeit, den Wert von Wohnungen oder Häusern zu erfahren, ist die Immobilienbewertung durch Immobilienportale wie immowelt.de. Das kostet in der Regel etwa zehn bis dreißig Euro und geht sehr schnell: Man füllt ein Dokument aus, das die grundlegenden Daten wie Bauweise, Lage und Ausstattung abfragt. Daraufhin vergleicht das Immobilienportal diese Daten automatisch mit ähnlichen inserierten Objekten und errechnet den Wert.

Die Online-Immobilienbewertung eignet sich gut für das Einschätzen von marktgängigen Wohnungen und Häusern. Wer den Wert von Immobilien ermitteln möchte, die vom typischen Marktangebot abweichen, sollte sich an Experten wie Makler oder Gutachter wenden.

Mit gründlicher Recherche zum Ziel gelangen

Ein weiterer Ansatz für die Wertermittlung einer Immobilie ist die Recherche nach vergleichbaren Wohnungen oder Häusern in Immobilienportalen. Dort findet sich ein großer Teil des Marktangebots, sodass die Informationen für eine eigene Marktanalyse herangezogen werden können. Dabei ist es wichtig, dass Größe, Lage und Bauart in etwa mit dem Kauf- beziehungsweise Verkaufsobjekt übereinstimmen. Grundstücksgrößen, verschiedene Baujahre sowie der bauliche und technische Zustand spielen ebenfalls eine Rolle.

Zudem sollte man bei der Wert-Einschätzung von Immobilien folgendes beachten: In Gebieten mit einem Immobilien-Überangebot liegen die Verkaufspreise häufig unter den Angebotspreisen. Herrscht Immobilienknappheit, sind Verkaufs- und Angebotspreise nahe beieinander. Im Falle von attraktiven Immobilien in begehrten Lagen können die Verkaufspreise die Angebotspreise sogar übertreffen. Die Wertermittlung einer Immobilie durch Recherche liefert ausschließlich Anhaltspunkte, keine absoluten Zahlen.

Nicht verzagen, Makler fragen

Wer eine Wohnung oder ein Haus verkaufen und bei der Wertermittlung der Immobilie auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich an einen Profi wenden. Makler, die ihren Beruf viele Jahre ausüben, schöpfen aus einem großen Erfahrungsschatz und schätzen die aktuelle Marktlage meist gut ein.

Wertermittlung einer Immobilie durch den Gutachter

Erfahrene Sachverständige liefern die genauesten Bewertungen für Immobilien, die zur Selbstnutzung gedacht sind. Sie verwenden zwei Methoden: das Vergleichswert- und das Sachwertverfahren. Das Vergleichswertverfahren basiert auf den tatsächlich erzielten Kaufpreisen vergleichbarer Wohnungen oder Häuser. Beim Sachwertverfahren wird der Zeitwert des Gebäudes ermittelt. Dieser hängt vom Gebäudezustand, Alter, dem Wert des Grundstücks und der Außenanlagen ab. Da die Kosten für ein solches Gutachten sehr hoch sind, lohnt sich diese Methode zur Wertermittlung von Immobilien nur für Menschen, die Wohnungen oder Häuser verkaufen möchten.