Wer sich nach einer Geldanlage für die Zukunft umschaut, der möchte vor allem eines: Sicherheit. Aber ist risikofreies Anlegen überhaupt möglich? Die Antwort darauf ist kurz und knackig: Ja – mit einem Sparbrief! Doch was genau ist das eigentlich und wie funktioniert diese Form der Festzins-Garantie?  

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Der Sparbrief: Wertverlust ausgeschlossen!

Was erst einmal zu schön klingt um wahr zu sein, ist mit dem Sparbrief Realität. Denn diese von vielen Banken erteilte Geldanlage arbeitet mit einem sogenannten „Festzins“. Soll bedeuten, dass man beim Anlegen des Sparbriefes nicht nur den Zeitraum fest bestimmt, sondern auch gleich einen garantieren Zins mit an die Hand bekommt, so dass das Sparvolumen ohne Ausnahme vorhersehbar bleibt. Unterm strich bedeutet das: Kein Minuswachstum, wie man es durch andere Wertpapiere kennt. Sparbriefe sind zudem gebührenfrei und liefern eine garantierte Rendite.

  • Vorteile

Es gibt bei Sparbriefen in der Regeln höhere Zinsen als zum Beispiel beim verwandten Wertpapier wie dem Bundesschatzbrief. Zudem erlaubt der Sparbrief einen vergleichsweise niedrigen Kapitalaufwand.

  • Nachteile

Bei einer Zinsansammlung wie beim Sparbrief kann eine Abgeltungssteuer drohen, da sie genau wie realisierte Kursgewinne und Dividenden Kapitaleinkünfte darstellen. Außerdem wird dem Anleger keine vorzeitige Verfügbarkeit des Geldes zugestanden.

 

Geheimtipp „Sparbrief-Vergleich“

Wie bei allen börsennotierten Wertpapieren auch, lohnt sich beim Sparbrief zuvor ein genauer Vergleich. Wer sich vorher gut informiert, der wird sich später auch nicht ärgern, das ihm vielleicht ein besserer Festzins durch die Finger gegangen ist. Ein Vergleich wird online meist komplett kostenlos und mit wenig Zeitaufwand angeboten.

Mindestanlage und Laufzeit

Das der Zinssatz während der Laufzeit nicht geändert werden kann, hat erst einmal den Vorteil, dass  Anleger vor einem Wertverlust geschützt sind. Im Umkehrschluss sollte daher aber nur über einen langen Zeitraum angelegt werden, wenn es gerade eine hohe Zinsperiode gibt. Liegt der Zins vergleichsweise tief, ist eine kurze Laufzeit ratsam. In der Regel liegen die Anlagezeiträume dabei in einem 12-Monats-Rythmus und werden nur selten davon abweichend vergeben. Der Zeitraum kann dabei über ein Jahr bis hin zu vollen zehn Jahren laufen und in diesem Fall flexibel nach den Wünschen des Anlegers gestaltet werden.

Allerdings sollte man auch hier zuvor einen Blick auf die Mindesteinlage werfen, um bösen Überraschungen vorzubeugen. Gelegentlich beginnen diese Summen schon recht klein bei 500 Euro, können in seltenen Fällen aber auch erst bei 5000 Euro starten. Zu guter Letzt sei noch erwähnt, das Anleger für den Sparbrief kein Konto bei der jeweiligen Bank benötigen – bei Beendigung der Laufzeit, fließt das Kapital so oder so auf das Konto des Sparers.