Experten schlagen Warnung, denn die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Börsenbruchs wie 2008, scheint nicht all zu gering. Im Allgemeinen liegen die Zahlen für die ökonomischen Bedingungen optimal und ein exponentieller Aufschwung ist spürbar. Auf den ersten Blick scheint die Dauerkrise überwunden und die Krisenländer erneut stabil zu sein. Doch die einfließenden Faktoren für die Wirtschaft sind so vielfältig, dass durch diese dynamischen Veränderungen die Wirtschaft ins Schwanken kommt. Genau aus diesem Grund kommen Fragen auf, ob es möglich wäre, einen erneuten Crash der Finanzmärkte zu erleiden.

Die Risikofaktoren

Die Wirtschaft wird nicht nur durch die Finanzmärkte, sondern auch durch politische und geographische Bedingungen bestimmt. Hiervon sind nicht nur Börse und Banken betroffen, auch Handelsunternehmen und Dienstleistungssektoren müssen Verluste einfahren. Den Umsatz aus den vergangenen, erfolgreichen Jahren stabil zu halten, wird umso schwieriger. Große Probleme sind vor allem durch den Terrorismus, Cyberangriffe, die Syrienkrise und der damit ausgelösten Flüchtlingswelle geprägt. Durch den ständigen Kurswechsel innerhalb der Börse, die von internationalen Konflikten geleitet wird, können keine qualitativen Anlagen gemacht werden. Hinzu kommen die überteuerten Kredite, weshalb die Anfrage hierzu rapide sinkt und die Gegebenheiten für Großunternehmen sich verschlechtern. Insbesondere die Automobilindustrie erträgt ein Problem, weil sich die Finanzierungsanteile auf dem Kreditmarkt von alleine ausgleichen müssen.

Diese zahlreichen Gesichtspunkte führen natürlich nicht alleine zu einer möglichen Wirtschaftskrise, denn viele Länder unterschätzen ihren Stabilitätswert. Dies bedeutet: Private Verschuldungen wachsen doppelt so schnell als die Wirtschaft. Genau an diesem Knotenpunkt muss Abhilfe geschaffen werden, denn steigen die Schulden schneller als das Einkommen einer Privatperson führt es zu einem Zusammenbruch des finanzwirtschaftlichen Kreises, welcher sich auf eine Wirtschaftskrise überträgt.

Engpässe auf dem Arbeitsmarkt

Das Problem ist nicht unbekannt, wird jedoch ständig unterschätzt: Der Fachkräftemangel. Es ist nicht nur ein Problem, welches die Unternehmen beeinflusst, sondern die Wirtschaft generell. Durch nicht qualifizierte Bewerber vermindert sich die Anzahl der Investoren, dies bedeutet weniger Anlage für ein Unternehmen. Durch den Mangel kommt die Produktion und Entwicklung ins Stocken, das Fortbilden durch Unternehmen beansprucht zu viel Zeit. Weder die Erwerbstätigen sind ausgebildet genug, noch sind Branchen, wo großer Mangel vorherrscht, besetztbar.
Ein weiteres Problemfeld macht sich bei Unternehmen mit Kapazitätsengpass sichtbar. Ein Grund hierfür ist die Überhitzung des Finanzmarktes, bei der man von einer Überbeanspruchung der Wirtschaft spricht. Die Gefahr, dass die Anfrage nicht mehr gedeckt werden kann ist ziemlich real. Die Wirtschaftsleistung steigt rapider, als dass die Produktionskapazität wachsen kann.

Prognose

Die Weltwirtschaft wird mit noch mehr Dynamik weiterwachsen, denn Expertenindikatoren und Indizes zeigen, dass sowohl Industrie- als auch Schwellenländer den konjunkturellen Rahmenbedingungen gerecht geworden sind. Insgesamt wird eine Wachstumsrate von 3,9 Prozent erwartet, hier können jedoch Schwankungen nicht ignoriert werden. Außerdem kann die Überhitzung der Wirtschaft, welche aktuell noch niedrig ist, wie die Inflationsrate 2008, unterschätzt werden. In Kombination mit den politischen Krisen, kann eine wahrscheinliche Wirtschaftskrise nicht ausgeschlossen werden.

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